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Gemeinde

Gaienhofen

An der Spitze der Halbinsel Höri liegt die Gemeinde Gaienhofen mit den Ortsteilen Horn, Hemmenhofen und Gundholzen direkt am Bodenseeufer und wird auch als „Mittlere Höri“ bezeichnet.

Von Künstlern entdeckt gilt die Gemeinde Gaienhofen bis heute als Künstlerlandschaft am Bodensee. Die einzigartige Landschaft mit wertvollen Schutzgebieten hat bekannte Schriftsteller und Maler angezogen und inspiriert. Neben Hermann Hesse und Otto Dix fanden auch Persönlichkeiten wie Helmuth Macke, Max Ackermann, Erich Heckel, Walter Herzger, Curth Georg Becker u.a. hier eine Heimat. Den Spuren dieser Berühmtheiten kann man in deren ehemaligen Wohnhäusern folgen, dem Hesse Museum Gaienhofen mit Hesses 1. Wohnhaus (1904-1907), dem Mia- und Hermann-Hesse-Haus (1907-1912) und dem Museum Haus Dix. Auf der Kunstroute erfährt man durch informative Stelen noch einiges mehr über die „Höri-Künstler“. Den Weg zum Museum Haus Dix weist die auffällige „Lenk-Skulptur“ nach einem Werk von Otto Dix. Einzigartige Seesicht mit Blick auf die Schweizer Alpen offenbaren der Wasserturm und die Pfarrkirche in Horn. Den See genießen kann man am besten auf einem der Kursschiffe oder auf der Höri-Fähre MS Seestern. Die Nähe zur Schweiz macht diese Schifffahrt zu einem internationalen Erlebnis. Für kleine und große Gäste hält der Campingplatz Horn mit Segelcamp, Fahrradverleih und Strandbad aufregende Überraschungen bereit.

In den Museen wird dem kulturellen Erbe mit hochkarätigen Ausstellungen und Führungen Rechnung getragen:

Das Hesse Museum enthält die Bereiche „Bildende Künstler auf der Höri“ und „Literaturlandschaft Höri“. Die Hermann Hesse Ausstellung dokumentiert das Leben des Schriftstellers in Gaienhofen (1904-1912). Sein ehemaliges 1. Wohnhaus, in dem er 1904-1907 als freier Schriftsteller verbrachte, wurde 2015 neu konzipiert und unter dem Titel "Gaienhofener Umwege" wieder eröffnet. Kontakt: Hesse Museum Gaienhofen, Kapellenweg 8, 78343 Gaienhofen, Tel. 07735/440949,  www.hesse-museum-gaienhofen.de, hesse-museum@gaienhofen.de.

Die großzügige Landhausvilla, welche Hermann Hesse 1907 bauen ließ und bis 1912 mit seiner Familie bewohnte, wurde durch die Privateigentümer ebenso wie der Garten authentisch restauriert (Denkmalpreis Ba-Wü 2005) und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.  Kontakt: Mia- und Hermann-Hesse-Haus (1907-1912), Hermann-Hesse-Weg 2, 78343 Gaienhofen, Tel. 07735/440653, www.mia-und-hermann-hesse-haus.de, info@mia-und-hermann-hesse-haus.de.

Im ehemaligen Wohnhaus des Malers Otto Dix (1891-1969) wurde 1991 eine Erinnerungsstätte eingerichtet. Otto Dix gehörte bereits zu Lebzeiten zu den bedeutendsten Künstlern Deutschlands. In seinen Arbeiten bannte er mit schonungsloser Realistik die Welt der Großstadt sowie die Erfahrungen des 1. Weltkrieges auf die Leinwand. Von den Nationalsozialisten verfolgt zog er 1936 nach Hemmenhofen, wo er bis zu seinem Tod 1969 lebte. Nach umfangreicher Renovierung wird das Museum Haus Dix unter der neuen Leitung des Kunstmuseums Stuttgart im Juni 2013 wieder eröffnet. Kontakt: Museum Haus Dix, Otto-Dix-Weg 6, 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen, www.museum-haus-dix.de.

Seit 2011 stehen die archäologischen Ausgrabungen "Hornstaad-Hörnle" auf der UNESCO Welterbeliste neben anderen Untersee-Fundstätten. Originalfunde sind im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz zu sehen. Das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg hat seine Außenstelle im Ortsteil Hemmenhofen. Kontakt: Pfahlbauten@rps.bwl.de, www.UNESCO-Weltkulturerbe-Pfahlbauten.de.

Das Kultur- und Gästebüro hat wie folgt für Sie geöffnet:
Oktober-Juni: Montag-Freitag 8-12 Uhr und Montag-Donnerstag 14-16 Uhr
Juli-September: Montag-Freitag 8-12 Uhr und 13-16 Uhr sowie Samstag 9-12 Uhr

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