Ausstellung „Diese Verlegerei gibt sich gern humorvoll - meint es aber zugleich ernst“ Der Flug der Libelle. 40 Jahre Verlagsgeschichte

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Das Signet auf Libelle-Büchern meint seit der Verlagsgründung 1979 den Rundumblick und einen unvorhersehbaren Zickzack-Kurs. Vierzig Jahre eines entdeckungsfreudigen Flugs, der anfangs in Konstanz, seit 1991 vom Thurgau aus grenzüberschreitend auch mit Wiederentdeckungen den Kulturraum der Bodensee-Region neu konturierte. Gemeinsam blieb den Büchern eine Mischung aus unverwechselbarer...

Das Signet auf Libelle-Büchern meint seit der Verlagsgründung 1979 den Rundumblick und einen unvorhersehbaren Zickzack-Kurs. Vierzig Jahre eines entdeckungsfreudigen Flugs, der anfangs in Konstanz, seit 1991 vom Thurgau aus grenzüberschreitend auch mit Wiederentdeckungen den Kulturraum der Bodensee-Region neu konturierte. Gemeinsam blieb den Büchern eine Mischung aus unverwechselbarer Sprache und Buchgestaltung, in der sich kritische Aufklärung mit intelligenter Erheiterung zusammenfand.
Mit Erstlingsbüchern entdeckte Libelle so unterschiedliche Autoren wie Bernadette Conrad („Nomaden im Herzen“), Tobias Engelsing („Menschen im Paradies“), Ernst Peter Fischer („Die Welt im Kopf“), Ilse Helbich („Schwalbenschrift“), Angelika Overath („Händler der verlorenen Farben“) und Ulrich Ritzel („Der Schatten des Schwans“). Auch weithin bekannte Autoren wie Arno Borst und Christoph Meckel kamen mit mehreren Werken ins Programm. Zur Kontinuitätsleistung der Verlagsgeschichte zählen u. a. die auflagenstarken Werke des Pädagogen Hans Brügelmann, der Theaterautorin Yasmina Reza und des Mongoleireisenden Fritz Mühlenweg.
Libelle-Bücher wurden auch mit Preisen ausgezeichnet: Bodensee-Literaturpreis für Manfred Boschs „Bohème am Bodensee“, Rauriser Literaturpreis für Katrin Seebachers Roman „Morgen oder Abend“, Deutscher Krimipreis für Ulrich Ritzels „Schwemmholz“, Erwin-Schwartz-Grundschulpreis für Heide Bambachs „Erfundene Geschichten erzählen es richtig“, Ehrengabe der Martin-Bodmer-Stiftung für Jochen Greven.
Diese Jahresausstellung von Forum Allmende in Zusammenarbeit mit dem Hesse Museum Gaienhofen gehört zu einer Zeremonie des Abschieds, die das Verlegerpaar Ekkehard Faude und Elisabeth Tschiemer seit 2010 mit dem Rückzug von den Buchmessen und dem Verzicht auf gedruckte Vorschauen begann. 2020 erscheinen die letzten Novitäten.
Die vielfältige Ausstellung will die oft getrennten Wahrnehmungen eines Verlagsprogramms – Literatur, Wissenschaftssatiren, Bodensee-Kulturgeschichte, Theater, Naturwissenschaft, Lese- und Schreibpädagogik – noch einmal zusammenführen. Dabei wird auch eine Übergangsepoche im rasant verlaufenden digitalen Wandel anschaulich gemacht.
Zur Ausstellung erscheint eine Verlagsgeschichte unter dem Titel:
„Diese Verlegerei gibt sich gern humorvoll - meint es aber zugleich ernst.“ 40 Jahre Libelle - vom Bleisatz zum Open Access. (Elisabeth Tschiemer (Hrsg.), Libelle Verlag 2019, ISBN 978-3-905707-70-0)

Hesse Museum Gaienhofen
Ausstellung 29.09.2019 – 16.02.2020

Öffnungszeiten
Fr und Sa 14 - 17 Uhr, So 10 - 17 Uhr
(24.12. und 25.12. sowie 31.12.1019 und 01.01.2020 geschlossen, 06.01.2020 geöffnet)

Begleitveranstaltungen:

Die Kindergeschichte „Nuni“ von Fritz Mühlenweg, die so charmant, wie die Phantasie anregend, so ermutigend wie lehrreich ist“ steht ebenfalls im Zeichen der Libelle.
Lesung für Kinder mit der Schauspielerin und Filmautorin Claudia Knupfer
Termin: Sonntag, 8. Dezember 2019, 11 Uhr
Hesse Museum Gaienhofen

Führung durch das Fritz-Mühlenweg-Museum mit Ekkehard Faude, dem Kurator der dortigen Ausstellung über den Schriftsteller und Maler Fritz Mühlenweg. Anschließend lockere Gesprächsrunde und Apéro
Termin: Donnerstag, 30. Januar 2020, 19 Uhr
Fritz-Mühlenweg-Museum, Allensbach

Büchermachen, Nahsicht. Ekkehard Faude liest erstmals Passagen aus seinem Verlegertagebuch: Von geglückten Begegnungen, Lektoraten, Texten im Technikwandel und dem Heckmeck der Provinz.
Termin: Sonntag, 16. Februar 2020, 11 Uhr Finisage mit Apéro
Hesse Museum Gaienhofen

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http://www.hesse-museum-gaienhofen.de

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