"hänne und dänne" der Untersee als Kunstraum
Skulpturale, installative und konzeptionelle Arbeiten aus dem ganzen Spektrum der Bildenden Kunst werden eigens zu diesem Anlass geschaffen und an ausgesuchten Standorten in den drei Untersee-Gemeinden Berlingen, Gaienhofen und Steckborn zu sehen sein.
Das Verbindende zwischen beiden Ufern mit Hilfe von Kunstprojekten zu beleben ist die Vision. Bereits im vergangenen Jahrhundert gab es intensive Beziehungen zwischen den drei Gemeinden. Es wurde getauscht, gehandelt, geschmuggelt. Die Fähre brachte Höri-Bewohner zur Arbeit nach Steckborn in die Bernina und zum Einkaufen – da es auf der Höri kaum Geschäfte gab. Noch heute kursiert die Höri-Fähre zwischen den drei Gemeinden und verbindet das «Hüben» mit dem «Drüben», das «Hänne» mit dem «Dänne».
Auch die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein verbindet die Grenze und verknüpft die drei Gemeinden.
Der hochalemannische Begriff "hänne und dänne" - hüben und drüben - verweist auf die sprachliche Nachbarschaft, die das deutsche mit dem Schweizer Ufer des Untersees verbindet. Und er steht einem Vorhaben Pate, das vier Orte zu beiden Seiten betrifft: Berlingen, Gaienhofen, Hemmenhofen und Steckborn. Das Projekt soll die Region an ihre kulturelle Verwandtschaft erinnern, sie vernetzen und ihr durch die Kunst neue Impulse verleihen.