Buchen

Odyssee am Untersee

Theater, Tanz, Gesang, Literatur zu Wasser und zu Land

4 Vorstellungen am 19., 20., 25. und 26. Juni 2021 mit den Spielorten Steckborn, Gaienhofen, Reichenau, Ermatingen und auf dem Schiff

Auf den tückischen Fluten des Untersees irrt der Kriegsveteran Odysseus umher. Auf der Heimreise vom Trojanischen Krieg verzehrt ihn die Sehnsucht nach seiner Gattin. Doch treiben die Götter mit ihm noch ihr grausames Spiel und bereiten ihm und seinen Gefährten immer neues Unheil. Zehn Jahre ist er unterwegs, verliert Mann um Mann und Schiff um Schiff, und wie er endlich inkognito den Fuß auf seine Heimaterde setzt, vernimmt er, dass seine Penelope eben daran geht, sich neu zu vermählen.

Odysseus auf dem Ausflugsschiff «Alet»
Was uns Homer da berichtet, ist unerhört, und es gebietet sich längst, diese Geschichte in einigen Episoden neu zu erzählen. Das geschieht auf einem Schiff, das Alet heisst und den Baumanns in Allensbach am Gnadensee gehört. Die Abenteuer beginnen nach der Zerstörung von Troja im Haus zur Glocke in Steckborn. Dort wird eine Performance zum Thema Troja gegeben. Beim Landesteg besteigt Odysseus dann zusammen mit seinen Gefährten das Schiff und setzt über zum Palast der Kirke auf der Höri, heute bekannt als das Hesse Museum in Gaienhofen. Hier geraten sie in die Fänge der göttlichen Zauberin, und als diese sie nach einem Jahr entlässt und sie weitersegeln, kommen ihnen von der Reichenau her die Sirenen mit ihrem tödlich lockenden Gesang entgegen. Wieder entkommen sie, doch als sie auf den Landesteg der Insel zusteuern, tauchen die menschenfressenden Kyklopen auf, einäugige Riesen, die kein langes Federlesen machen, wenn sich Unkundige in ihre Nähe verirren. Noch einmal gelingt die Flucht, dank der Warnungen der herbeirudernden Gefährten. Endlich kommt Ithaka in Sicht, die «Stedi» von Ermatingen. Ein buntes und lasterhaftes Treiben empfängt Odysseus, wie er das Land betritt, das er vor zwanzig Jahren verlassen hat. Im Palast, der heute Vinorama Museum heisst, wird Penelope von Freiern bedrängt, die ihr Hab und Gut verprassen. Als Bettler verkleidet tritt Odysseus hinzu, aber den Bogen, seinen Bogen, den Penelope den Freiern zur Prüfung vorgelegt hat, vermag nur er allein zu spannen. Offenbarung und Panik: Lässt sich das letzte Blutbad noch vermeiden?

Ein Mehrspartenprojekt
«Odyssee am Untersee» ist eine Gemeinschaftsproduktion zwischen dem Haus zur Glocke Steckborn, dem Hesse Museum Gaienhofen und dem Vinorama Museum Ermatingen. Vier Vorstellungen werden unter der Regie von Marie Luise Hinterberger gespielt von Gabriele Christ, Waltraud Graulich, Hans Gysi, Christine Steiger, Christoph Ullmann, getanzt von Brigitte Krauss und Michael Kellenberger, gesungen von den Sirenen Zelina Hale, Brigitta Hoffmann-Fritz, Alma Künzler, Serena Künzler unter der Leitung von Julia Schwartz, gerudert von Werner Eggli und den Steckborner Ruderern. Zu Beginn gibt es eine Performance von Jeremias Heppeler, und an Bord macht Gaby Wunderlich Musik. Das Bühnenbild hat Jürg Kessler geschaffen. Ferner kommen von Schülern der Schule Schloss Gaienhofen und ihrem Lehrer Antonio Zecca gestaltete Masken ins Spiel sowie Musikanten und Komödianten aus Ermatingen und Salenstein.

Vier Vorstellungen im Juni
Die Vorstellungen finden bei jedem Wetter statt, vorausgesetzt, dass der grenzüberschreitende Schiffsverkehr nicht wieder eingestellt wird: am 19. und 20., sowie am 25. und 26. Juni. Beginn ist um 17 Uhr im Haus zur Glocke in Steckborn, Schluss gegen 21 Uhr im Vinorama Ermatingen. Eintrittspreis: CHF 45.00 / € 40,00 inklusive kleiner Snack an Bord. Die Rückfahrt von Ermatingen nach Steckborn per öV ist im Eintrittspreis nicht inbegriffen Die Platzzahl ist begrenzt. Reservation unter odyssee@hauszurglocke.ch.