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Ausstellung HALB INNER HALB AUSSER HALB - Der Körper des Fremden

Das Hesse Museum Gaienhofen hat die Ausstellung „HALB INNER HALB AUSSER HALB - Der Körper des Fremden“ mit Zeichnungen von Markus Daum, Essay von Michael Roes eröffnet. Die Ausstellung kann bis 10.2.2019 am Freitag und Samstag von 14 bis 17 Uhr sowie Sonntag von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Führungen zur Ausstellung finden am 13.1.2019 und 10.2.2019 um 11 Uhr  statt. Weitere Informationen sind beim Hesse Museum Gaienhofen erhältlich, Tel.: +49/(0)7735 / 440949, www.hesse-museum-gaienhofen.de, info@hesse-museum@gaienhofen.de.

Für den Schriftsteller und Essayisten Michael Roes stehen die Begegnung mit dem Fremden und die Frage, was Fremdheit eigentlich ausmacht, im Zentrum seiner Texte: Was geschieht, wenn Menschen verschiedener Kulturen einander begegnen? Wie verstehen Individuen oder Gruppen einander - beziehungsweise, was verhindert das gegenseitige Erkennen und Verstehen? In seinem EssayDer Körper des Fremdenumkreist Roes in unterschiedlichen Variationen das Thema der Grenzen, an der sich Fremdheit und Vertrautheit treffen, in der Hoffnung solche Abstände durch gegenseitige respektvolle Anerkennung überwinden zu können. Er bezieht sich dabei unter anderem auf Daniel Defoes RomanRobinson Crusoesowie auf Michel Tourniers „Neu- und Gegenlesung“ dieses Klassikers der Weltliteratur unter dem TitelFreitag oder im Schoß des Pazifik.
Der Bildhauer und Zeichner Markus Daum thematisiert in seinen Werkserien die Existenz des Menschen, sucht zu ergründen, was das menschliche Leben, Denken und Handeln in all seinen Widersprüchlichkeiten antreibt. Sein jüngst entstandener Zyklus von mehr als 25 Zeichnungen geht zurück auf die Lektüre des Essays Der Körper des Fremdenvon Michael Roes und bildet die Grundlage für Daums künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema. Die von Roes` Gedanken inspirierten farbigen Tuschezeichnungen, ergänzt durch eine weitere Drahtzeichnung von Markus Daum, erläutern nicht, deuten nicht aus, bespiegeln den Text vielmehr assoziativ. Daums Zeichnungen sind also nicht als Illustrationen zu verstehen, sie sind vielmehr als eigene ästhetische Ebene zum Text angelegt.