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Ausstellungen

Ausstellungen im Hermann-Hesse-Höri-Museum Gaienhofen 2010

Hermann-Hesse-Höri-Museum

Kapellenstr. 8, 78343 Gaienhofen, Tel. 07735/440949, Fax 07735/440948, www.hermann-hesse-hoeri-museum.de, info@hermann-hesse-hoeri-museum.de

Öffnungszeiten: 15.3.-31.10.: Di - So 10 - 17 Uhr, 01.11.-14.3., Fr - Sa 14.00 Uhr–17.00 Uhr, So u. Feiertage 10.00 Uhr–17.00 Uhr



Weltbürger - Hermann Hesses übernationales und multikulturelles Denken und Wirken

Hermann Hesse, dessen Lebenszeit in eine weitgehend von Nationalismus und Chauvinismus geprägten Epoche mit ihren beiden Weltkriegen fiel, hat sich zu keiner Zeit von nationalistischem Gedankengut und den damit verbundenen kulturellen Vorurteilen verführen lassen. Im Gegenteil: Es wurde ihm immer bewusster, dass der Nationalismus eine Hauptursache von Unfrieden und zivilisatorisch-kulturellem Rück-schritt auf der Erde war und ist. Und dagegen setzte er die Utopie einer geeinten Menschheit, die unter einer Kultur lebt, die sich aus den besten Bestandteilen der bisherigen Hochkulturen der Erde entwickelt. In Hermann Hesses Denken ist schon vorgeformt, was heute als Projekt „Weltethos“ diskutiert wird. Multikulturalität war für ihn bereits ein Denkansatz, lange bevor er von der Politik angesichts der Migrations-ströme der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert aufgegriffen wurde. Und die Idee der Globalisierung, die heute leider weitgehend zur Plattform für grenzenloses wirt-schaftliches Schachern verkommen ist, war für ihn eine humanistische Notwendig-keit, um Frieden und zivilisatorischen Fortschritt innerhalb der Menschheit zu befördern und zu sichern. Eine Ausstellung des Hermann-Hesse-Museums der Stadt Calw, Konzeption: Herbert Schnierle-Lutz

Ausstellungsdauer: 26. Februar bis 30. Mai 2010

Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
Freitag, 9. April 2010, um 19.30 Uhr
"Krieg und Frieden. Hesse, die Schweizer Flüchtlingspolitik und der Kalte Krieg"
Vortrag von Thomas Feitknecht
Hermann Hesse, geboren in Calw / Baden Württemberg, ab 1923 erhält er das Schweizer Bürgerrecht, hat sich immer wieder für eine "Politik des Gewissens" eingesetzt.Thomas Feitknecht, Germanist, Journalist sowie langjähriger Leiter des Schweizerischen Literaturarchivs (bis 2005)  spricht in seinem Vortrag über die politischen Gedanken des Schriftstellers.

Josef Eduard Wagenblast (1930-2005)“ Landschaften im Licht. Malerei und Grafik

Josef Eduard Wagenblast wurde 1930 in Schwäbisch Gmünd geboren. Nach seiner Akademiezeit in Stuttgart, zeitweise in der Klasse von Manfred Henninger, sind es zahlreiche Reisen und Arbeitsaufenthalte im Ausland, die seine künstlerische Bildwelt prägen. Der Künstler Wagenblast mit wechselndem Wohnsitz und Atelier in Schwäbisch Gmünd und auf der Halbinsel Höri am Bodensee zelebriert die Landschaft. Immer wieder erfährt er die Natur als Quelle der Inspiration. Dabei verfügt er über ein vielfältiges technisches Vermögen mittels Bleistift, Feder, Aquarell, Tusche oder Ölfarbe. Gerade seine Ölbilder zeigen in einem überzeugenden Konsens von Farbauftrag und sich ergebenden Strukturen die Umsetzung sinnlicher Erlebnisfähigkeit. Im Kontrastspiel gestalterischer Elemente gelingt es Josef Eduard Wagenblast seine geschauten Eindrücke in eine ausdrucksstarke Bildsprache zu übersetzen. Das Hermann-Hesse-Höri-Museum zeigt eine Auswahl von Aquarellen, Ölbildern und grafischen Blättern aus dem Nachlass des Künstlers

Vernissage: 19. März 2010, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 20. März bis 6. Juni 2010

Begleitveranstaltungen zur Ausstellung:
Lesung mit Bruno Epple
„Auf die Höri muss man eigens wollen“
Donnerstag, 6. Mai 2010, 19.30 h

Werkstatt für Kinder
Farbentanz & Farbenrausch!
Die aktuelle Ausstellung „Landschaften im Licht“ mit Bildern von J. E. Wagenblast an einem Wochenende kennen lernen und dabei selbst künstlerisch kreativ werden. Für Kinder ab 8.
Samstag 15. und Sonntag 16. Mai, 14.30 – 16.30 Uhr

Pflicht und Passion. Die Freundschaft zwischen Hermann Hesse und Alfred Schlenker

Im Jahre 2010 befasst sich die jährliche Ausstellung zu den Künstlerfreundschaften von Hermann Hesse nicht mit der Malerei, sondern aus gegebenem Anlass mit der Musik. 2010 jährt sich der Todestag von Alfred Schlenker zum 60. Mal - er war nicht nur der Konstanzer Zahnarzt von Hermann Hesse, er war auch ein leidenschaftlicher Komponist, für den der Dichter ein Opernlibretto geschrieben hat. In der Gedenkrede auf Alfred Schlenker hat Hesse ihn „ein Genie der Freundschaft“ genannt. Als Hesse seine „Erinnerungen an Othmar Schoeck“ publizierte, protestierte Schlenker gegen das Vergessenwerden - Hesse korrigierte sich in der folgenden Buchausgabe.
Die Ausstellung vermittelt nicht nur - wie gewohnt - anhand vieler Zeitzeugnisse und Dokumente einen detaillierten Einblick in die Schweizer Musikszene zwischen 1900 und 1950, sondern schließt auch zeitgenössische Maler ein, die zu diesem Kulturkreis um Alfred Schlenker gehörten. Zugleich wird wachgerufen, was für einen Schweizer mit Tätigkeit in Deutschland die politische Entwicklung vom Kaiserreich bis zum Kriegsende bedeutete - das Spektrum der Zeit wird aufgeblättert am Beispiel einer lebenslangen Freundschaft.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Vernissage: Sonntag, 13. Juni 2010, 11.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 15. Juni bis 26. September 2010

Zeit der schönen Not. Der Konstanzer Südverlag 1945-1952

Jahresausstellung FORUM ALLMENDE 2010 in Zusammenarbeit mit dem Hermann-Hesse-Höri-Museum. Unter den südbadischen Verlagen der frühen Nachkriegszeit verdient der Konstanzer »Südverlag« besonderes Interesse. Mit den beiden wichtigen Zeitschriften »Die Erzählung« und »Vision« stellte er nicht nur höchst ehrgeizige Ambitionen unter Beweis – er sammelte auch eine respektable Autorenschar um sich. Hier veröffentlichten jüdische Exilautoren wie Martin Gumpert und Otto Zoff ebenso wie Vertreter der »Inneren Emigration«, hier brachte Karl Krolow seinen ersten Gedichtband heraus, hier erschienen Erich Ohsers »Vater und Sohn«-Geschichten und Viktor Manns Familienbiographie »Wir waren fünf«. Dieses Programm ist nicht denkbar ohne den ehemaligen »Ullsteiner« Johannes Weyl, der nach Kriegsende eine Reihe ehemaliger Kollegen und Mitarbeiter von Berlin an den Bodensee holte, um neben dem »Südkurier« auch einen Buchverlag zu gründen, der ein heimisches Publikum mit neuen Autoren bekanntzumachen und mit neuen Ansprüchen zu  konfrontieren suchte. Obwohl der »Südverlag« bis heute existiert, beschränkt sich die Ausstellung auf dessen aktivste Zeit – die sieben Jahre zwischen 1945 und 1952. Indem der Verlag im Spannungsfeld von Nachkriegs- und Besatzungszeit, Exil und »Innerer Emigration«, früher Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und regionaler Geschichte präsentiert wird, stellt die Ausstellung exemplarisch wichtige Aspekte des kulturellen Neuanfangs in der Französischen Zone und einen Beitrag zur Kulturgeschichte der Nachkriegszeit am Bodensee dar. Der Ausstellung liegt die gleichnamige Darstellung „Zeit der schönen Not“ zugrunde, die Manfred Bosch 2009 im Universitätsverlag Konstanz herausgebracht hat.

Vernissage: Freitag 8. Oktober 2010, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 9.Oktober 2010 bis 30.Januar 2011

 

Ausstellungen im Otto-Dix-Haus Hemmenhofen 2010

Druckgraphik

Otto-Dix-Weg 6, 78343 Hemmenhofen, Tel.: 07735 3151, Fax: 07735 8918
www.otto-dix-haus.com, otto-dix-haus@t-online.de

Öffnungszeiten: März-Oktober Di - Sa 14.00 - 18.00 Uhr; So und Feiertage 11.00 - 18.00 Uhr, im Winter geschlossen


"Frauenzimmer"

Frauenzimmer im Werk von Otto Dix und die Zimmer der Frauen Martha und Nelly im Hause Dix in Hemmenhofen:

Der Haushalt in Hemmenhofen wurde von Martha Dix geführt und durch sie geprägt. Ihre „Gemächer“ und das Jugendzimmer von Nelly Dix vertreten die „Frauenzimmer“ im Haus. Die Tätigkeit dieser beiden Frauen und ihre Zimmer werden in der Ausstellung vorgestellt. Im Werk von Otto Dix nehmen Frauen einen grossen Raum ein. Frauenzimmer mit ihrem zweideutigen Kontext wurden nach dem 1.Weltkrieg zu einem der grossen Themenkreise in seinem Werk. So werden neben den Orten „Frauenzimmer“ die Frauenzimmer im Werk von Otto Dix vorgestellt. Ein interessanter Vergleich wie wir meinen – auch ein Vergleich zwischen dem Bild der Frau und den gelebten familiären Gegebenheiten.


Ausstellungsdauer: 21. März bis 17. Oktober 2010

Ausstellungen in der Galerie Kränzl 2010

Galerie Kränzl, Hauptstr. 126, 78343 Gaienhofen-Horn, Tel. 07735/919914 oder Tel. 07732/54021 Fax 07732/98823, galerie@kraenzl.com, www.kraenzl.com 

Öffnungszeiten: Do – So 16-19 Uhr und nach Vereinbarung Tel. 07732/54021

Frühjahrsausstellung Thomas Putze und Katharina Lichtner: “Farbe im Skulpturenwald

Eröffnung: 28. März 2010, 17 Uhr
Dauer: 28. März bis 16. Mai 2010

Sommerausstellung Johannes Rave, Christina von Bitter: “Jede Landschaft hat ihre Geheimnisse”

Eröffnung: 13. Juni 2010, 17 Uhr
Dauer: 13. Juni bis 1. August 2010

Herbstausstellung: „Remember“

Eröffnung: 12. September 2010, 17 Uhr
Dauer: 12. September bis 17. Oktober 2010


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