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Hermann-Hesse-Haus (1907-1912)

Das eigene, selbst gebaute Haus mit Garten von Mia und Hermann Hesse 1907 – 1912, nur im Rahmen vor Führungen geöffnet.

Beschreibung

„...So haben wir in unserem vierten Bodensee-Jahr ein Grundstück gekauft und ein hübsches Haus darauf
gebaut.(...)“ (Hermann Hesse)

Im Januar 1907 kaufte Hermann Hesse von einem ortsansässigen Bauern Ackerland auf einer Anhöhe damals westlich des Dorfes Gaienhofen, auf dem sein Architekt Hans Hindermann noch im selben Jahr ein stattliches Landhaus im Reformstil errichtete. Bereits im September 1907 konnte das großzügige und komfortabel ausgestattete Haus, welches einen Rundumblick auf den Bodensee gewährte, bezogen werden. Die Hesse-Söhne Bruno, Heiner und Martin verbrachten hier ihre frühe Kindheit. Für Hermann Hesse ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Endlich konnte er rund um sein Haus seinen ersten eigenen Garten anlegen. Hier ist die einzige Wohnstätte, wo Hesse von Grund auf den Garten selbst anlegte, spätere Gärten in Bern oder Montagnola wurden von ihm übernommen und verändert. Nach nur fünf Jahren wurde 1912 der Traum von Sesshaftigkeit und Zurückgezogenheit durch den Verkauf des Hauses und den Wegzug nach Bern beendet. Im Jahr 2003 konnte nach wechselvollen Jahren das Hesse-Haus und -Gelände von den neuen engagierten Eigentümern vor dem Niedergang bewahrt werden: Nach aufwändiger Sanierung präsentiert sich das Haus heute wieder in seiner ursprünglichen Schönheit und erfährt nationale wie internationale Beachtung. Nicht nur Hermann Hesses Bibliothek mit seinem Kachelofen wurde restauriert, sondern auch alle anderen Räume des Hauses vermitteln wieder eine authentische Atmosphäre.(Denkmalschutzpreis 2005 des Landes Baden-Württemberg). In Zusammenarbeit mit dem „Förderverein Hermann-Hesse-Haus und -Garten e.V.“ beleuchten die Eigentümer des Hauses für die Besucher drei Schwerpunkte: Dokumentation des Alltagslebens der Familie Hesse: Alltagsgegenstände aus Hesses Zeit und der Familien Hesse und Bernoulli in den originalgetreuen Räumen versetzen den Besucher in die damalige Zeit, die Exponate (Bilder, Spielzeug der Kinder, Küchenutensilien, Bücher, Kleidung, Möbel) erfahren ständige Erweiterung (monatliche und individuelle Führungen, Veranstaltungen) Aufarbeitung und Dokumentation des Lebens der ersten Frau Hesses, Mia Bernoulli. Der von den Eigentümern gegründete „Arbeitskreis Mia Hesse“ untersucht das Leben der bisher eher unbeachteten ersten Frau Hesses, Photographin von Beruf, und informiert regelmäßig darüber. Mias ungewöhnliches Zimmer im Haus in der von ihr ausgewählten Farbe zeigt ihre Kamera, Photos u.a.m.(Vorträge, monatliche/individuelle Führungen, Veranstaltungen, Lesungen, Diskussionsforen). Wiederherstellung und Dokumentation der Gartenanlage Hesses in Gaienhofen: Rund um das Haus ist der Garten Hesses anhand von Hesses eigenem Gartenplan wieder angelegt. Es ist der einzige Garten Hesses, der zugänglich ist. Ein Blumen- und Selbstversorgergarten mit mittlerweile historischen Sorten,die Hesse pflanzte, gibt unter alten Bäumen zudem Auskunft über die Gartenkultur der damaligen Zeit der Lebensreform (monatliche/individuelle Führungen, Pflanzentausch-Börsen, Garten-Seminare u.a. Veranstaltungen) Die Teilnahme an bundesweiten Veranstaltungen wie z.B. am „Tag des offenen Denkmals“ ermöglichen weiteren Zugang zu Haus und Garten.

Anschrift

Hermann-Hesse-Haus (1907-1912)
Hermann-Hesse-Weg 2
78343 Gaienhofen
Telefon 07735/440653
info@hermann-hesse-haus.de


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